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Die S-Bahn Linie 40 soll frühestens im Jahr 2012 von Marbach in Richtung Backnang rollen (wir berichteten). In einem Gespräch mit zuständigen Bürgermeistern aus Marbach, Erdmannhausen, Kirchberg, Burgstetten und Backnang sowie Vertretern der Bahn und des Verbands Region Stuttgart hat der Rems-Murr-Landrat Johannes Fuchs die Gründe für die Verzögerung zur Sprache gebracht. Ursprünglich hatten die Kommunen damit gerechnet, das herbeigesehnte Schienenprojekt bereits im Jahr 2011 verwirklich zu können. "Wir alle wollen die S 40 zwischen Backnang und Marbach, weil diese Strecke für die Bürger der Kreise Rems-Murr und Ludwigsburg enorme Verbesserungen bringt", betonte Fuchs.
Die Deutsche Bahn ist als Bauherrin für den Umbau der Bahnhöfe zuständig. "Wir wollen ohne allzu großes Kostenrisiko und auf Basis einer verlässlichen Planung ausbauen", sagte Jürgen Wurmthaler, Leitender Direktor des Verbands Region Stuttgart. Dass dies im ursprünglich festgelegten Zeitplan nicht möglich sei, habe mehre Gründe. "Alle Projektphasen müssen genau aufeinander abgestimmt sein, erst wenn sämtliche Genehmigungen vorliegen, kann die Ausführungsplanung beginnen", betonte er. Die Arbeiten und damit verbundene Streckenplanung müssten aufeinander abgestimmt und ein Jahr im Voraus beantragt werden. "Da im Zuge des Genehmigungsverfahrens weitere Unterlagen nachgereicht werden mussten, war der erste Zeitplan nicht zu halten." Unter anderem müsse die Bahn darauf achten, dass vor dem Baubeginn unter Artenschutz gestellte Eidechsen umgesiedelt werden, erläuterte Wurmthaler.
Außerdem lege man darauf Wert, dass besonders lärmintensive Arbeiten nur tagsüber ausgeführt werden, fügte Manfred Zdzuj, zuständiger Teamleiter bei der Bahn, hinzu. Das mache eine längere Sperrpause von 90 Arbeitstagen notwendig. Beginnen sollen die Arbeiten am 2. Juli 2012 und enden Anfang November. "In dieser Zeit wird ein Schienenersatzverkehr eingerichtet", sagte Zdzuj. Die Vollsperrung sei insgesamt günstiger als ein Umbau unter "rollendem Rat".
Vom Eisenbahnbundesamt gibt es einer Pressemitteilung zufolge positive Signale, dass die noch ausstehenden Genehmigungen ab Ende August vorliegen werden. Danach könne dann mit der Ausführunsplanung begonnen werden. Die S-Bahn soll künftig im Halbstundentakt bis nach Backnang fahren. Insgesamt kostet das Projekt rund 10,96 Millionen Euro. ivo